Der Anfang
Als ich 15 Jahre alt war besuchte ich mit meiner Mutter einen Töpferkurs in Südfrankreich.
Da lernte ich die Faszination Ton und Glasuren kennen. Auch fand ich die Freude am drehen auf der Drehscheibe.
Ausbildung zum Töpfer
Nachdem ich die Elektromonteur-Ausbildung abgeschlossen hatte, wollte ich wieder nach Südfrankreich um die Töpfer-Ausbildung zu absolvieren.
Da jedoch die Schweiz 1992 den Beitritt zur EU ablehnte, konnte ich da keine Kunsthandwerkschule besuchen.
In der Schweiz suchte ich nach diversen Ausbildungsplätzen. Fand jedoch keinen, der mir einen angemessenen Lohn, mit der ich eine Wohnung und Krankenkasse bezahlen konnte.
Learning by doing
Als ich wieder als Elektromonteure arbeitete, konnte ich in meiner Garage einen Töpferarbeitsplatz einrichten und begann meine Grundkenntnisse selbst weiter zu entwinkeln.
Mit 30 Jahren änderte ich meinen Beruf und ging nach Vals als Chef Badreinigunger in der Therme. Ich hatte das Glück, dass ich meine ganze Töpferei bei einer Kollegin einstellen konnte.
10 Jahre später
Nachdem als ich von Vals wieder nach Zürich zurückkehrte, arbeitete ich wieder 5 Jahre als Elektromonteur.
Im Anschluss fand ich eine Anstellung auf einer Abwasserreinigungsanlage und begann mit der Zweitausbildung als Klärwerkfachmann. Die schloss ich 2012 ab und wurde Betriebsleiter auf derselben Anlage.
In der Zwischenzeit habe ich geheiratet und bin zum zweiten mal Vater geworden.
Nun hatte ich Zeit, meinem Hobby wieder nachzugehen und suchte einen Raum in dem ich meine Töpferei einrichten konnte. Alle meine Geräte die ich vor 10 Jahren bei meiner Kollegin eingestellt hatte, waren immer noch da und warteten auf mich.
Mein erstes Atelier
Nach ca. einem halben Jahr intensiver Suche, fand ich anfangs 2013 endlich einen Raum.
Dieser Raum war vollgestellt mit verschiedenster Ware. Die Decke hing runter. Das Lavabo und die Wasserleitungen hingen mit Drähten an der Decke. Alles war dunkel und schmutzig.
Mit der Verwalterin vereinbarte ich, dass ich den Raum aufpeppte, die Zeit stellte ich zu Verfügung und sie bezahlte das Material das ich dafür brauchte.
Endlich eingerichtet
Da ich weiter als Betriebsleiter auf der Abwasserreinigungsanlage arbeitete und nur an den Randzeiten in der Töpferei arbeiten konnte, brauchte ich ein halbes Jahr bis ich einrichten konnte.
Immer besser ausgestartet
In den letzten Jahren habe ich immer mehr Maschinen und Gerätschaften bekommen oder selber gekauft und konnte meine Töpferei immer besser ausstatten.
Auch besuchte ich in der zwischen Zeit einen Glasurkurs und lernte mit Rohstoffen selber Glasuren herzustellen. Schon früher faszinierte mich die Kunst der Kristallglasuren auf denen ich noch heute verschiedene Rezepte Teste und mich weiter entwickle.